Zur Geschichte Dahls

 

Die früheste Geschichte Dahls lässt sich nur durch den Blick auf die Geschichte Paderborns erschließen. Nach dem Treffen Karls des Großen mit Papst Leo III im Jahre 799 wird Paderborn zu einem Bistum, mit Hathumar als erstem Bischof (806 –815). Dieser missioniert und besiedelt die umliegenden sächsischen (Wald)Gebiete. Es entstehen bischöfliche Haupthöfe, z. B. Enenhus, zu dem mehrere Nebenhöfe, u. a. auch Dahl, gehören. Bischof Meinwerk (1009 – 1036) gilt dann als „Gründer“ Dahls, indem er 1036 den Zehnt des Haupthofes dem von ihm gegründeten Busdorfstift in Paderborn als Erstausstattung überwies. In dieser Urkunde taucht der Name „dale“ zum ersten Mal auf, wodurch das Jahr 1036 offiziell das Datum der Ortsgründung ist.

Durch die Jahrhunderte entwickelte sich der kleine Ort bes. in landwirtschaftlicher Prägung.

Die wichtigsten weiteren Daten beziehen sich auf die Dahler Kirche und die politischen Umstrukturierungen:

1150 Bau einer ersten steinernen Kirche

1322 Erster urkundlich erwähnter Pfarrer: Ecbertus, Sohn eines Scharfrichters aus Paderborn

1828 Bau einer ersten Schule

1871 Konsekration der neuen Kirche

1913 Elektrischer Strom

1945 Beschuss durch Alliierte (mit 4 Toten)

1953 Beginn der Neubaugebiete (bis 1995)

1974 Dahl wird Stadtteil Paderborns

1980 Linienverkehr der PESAG

1986 950-Jahr-Feier

In der Mitte des 17. Jahrhunderts lebten ca. 350 Personen in Dahl, 540 anno 1818. 1939 waren es immer nur noch 720 Menschen. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl rapide (Ostvertriebene und Neubürger, diese bes. aus dem Informationssektor und der Universität). Heute leben annähernd 3000 Bürger in Dahl.